Für Sie im Einsatz

Petra Hilbig

  

An der Mecklenburgischen Seenplatte in der heutigen Kreisstadt Neubrandenburg wurde Petra Hilbig geboren. Im denkwürdigen Jahr 1961 kam sie zur Welt, „und damit bin ich so alt, wie die Berliner Mauer wäre, wenn sie noch stehen würde“, lacht sie. Ihre Mutter arbeitete als Lagermeisterin, ihr Stiefvater war Kraftfahrer. Nach der Schule, die sie ebenfalls in Neubrandenburg besuchte, begann eine der schönsten Zeiten der heranwachsenden jungen Frau: sie absolvierte eine Lehre als Obstbauerin. Viel Bewegung bedeute das, viel körperliche Arbeit und viel Zeit, die sie draußen in der Natur verbringen konnte.

„Die Ausbildung hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht“, versichert sie. Sie lernte nicht nur, wie man sät, Bäume verjüngt und Sträucher richtig schneidet, Spargel sticht, Obst und Gemüse erntet und sachgerecht lagert. Vielmehr lernte sie auch, mit den Jahreszeiten und ihren von Veränderung kündigenden Vorboten zu leben. Alles in allem war die Lehrzeit eine Erfahrung, über die sie heute froh ist und die sie nicht missen möchte.

Eine weitere bedeutende Erfahrung war die Geburt ihrer Kinder, der Sohn wurde 1982 geboren, ihre Tochter Maria, die heute ebenso bei der Pflegestation Jahnke angestellt ist, im Jahr 1986. Als die Kinder größer waren, arbeitete die Mutter zunächst ein paar Jahre in einem Reinigungsunternehmen. Dann kam 1989 die politische Wende, die für viele Menschen aus der einstigen DDR eine berufliche Neuorientierung mit sich brachte. Umschulungen wurden auch für Petra Hilbig zu Realität. Die Jahrhundertwende wurde dann auch zu ihrer persönlichen Wende. Im Jahr 2000 zog sie mit Maria von Neubrandenburg nach Berlin.

Die Lehrter Straße in Moabit und Hellersdorf waren ihre ersten Stationen, mittlerweile wohnt Petra Hilbig seit zwölf Jahren im Wedding. Beruflich hat sie sich – wie ihre Tochter – seit 2017 der ambulanten Pflege verschrieben. Nachdem es bei dem ersten Arbeitgeber nicht so richtig gepasst hat, las sie eines Tages, als sie durch die Birkenstraße fuhr, das große Schild „Pflegestation Jahnke“ an der Hauswand der Nummer 14. „Es war ein reines Bauchgefühl, dort spontan hineinzugehen und nach Arbeit zu fragen“, berichtet sie. Ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch später war klar, dass sie im Oktober 2017 als Hauspflegerin bei Jahnkes anfangen konnte. „Fatma hat mich eingearbeitet, und das hat sie wirklich toll gemacht“, ist Petra Hilbig ihrer jetzigen Kollegin immer noch dankbar.“

Mit Berlin hat sich die Neubrandenburgerin nach anfänglichem Fremdeln angefreundet. Sie fühlt sich wohl in ihrer Spätschicht bei Jahnkes, die sie stets mit dem Fahrrad abfährt. Zuhause freut sie sich auf ihren sechsjährigen Pitbull „Bibi“, mit dem sie lange Gassi geht, und auf ihre Blumenpracht auf dem Balkon. Und dann gibt es ja noch die zwei Enkelkinder, die die Oma auf Trab halten. Langeweile kennt Petra Hilbig nicht.

VH

 

 

Petra Hilbig arbeitet seit 2017 in der Birkenstraße