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… TeenyTini

  

Sie heißen Lolita, Pablo, Charlie oder Mildred und sind aus Stoff. Sind es Tiere, sind es menschliche Wesen? Sind es Figuren, die aus der Fantasie ihrer Schöpferin stammen? Bei einigen scheint es klar zu sein. Pablo etwa ist ein gemütlicher Elefant, der es sich im Sitzen bequem gemacht hat. Auch Foebes sitzt, der Affe mit seinen langen Armen und Beinen hat sich breitbeinig hingefläzt, schaut uns an und ist an Coolness kaum zu überbieten. Aber Mildred und auch Cassian? Die Grenzen von Mensch und Tier sind bei einigen Kreaturen sehr durchlässig. Einbildungskraft ist hier gefordert. Wer sich darauf einlässt, kann viel Spaß in dem kleinen Charlottenburger Laden haben.

Etwa 65 verschiedene farbenfrohe Kuschelwesen hat Julia Lange in den letzten zehn Jahren erschaffen. Die Gründerin und Inhaberin von TeenyTini  hat es damit geschafft, Kinder und Erwachsene gleichermaßen zu faszinieren. Ihre Produkte sind nicht nur optisch und haptisch anspruchsvoll, sie sind auch in einwandfreier Bio-Qualität. Die in eigener Manufaktur hergestellten Strickstoffe bestehen ausschließlich aus bio-zertifizierten Garnen, und die Füllung ist ein Gemisch aus Maisfaser und Schurwolle. Alle Kuschelwesen sind im Wollwaschgang bei 30 Grad waschbar.

Die aus der Hansestadt Lübeck stammende Julia Lange studierte in Bremen Modedesign und arbeitete nach dem Studium für international renommierte Modelabels. London war ab 2001 zehn Jahre lang ihr Lebensmittelpunkt, später zog sie für ein halbes Jahr nach Südfrankreich.  Schon zu dieser Zeit befasste sie sich intensiv mit Kindheitserinnerungen und -träumen. Um diese Aspekte auch beruflich zum Thema zu machen, beschloss die Designerin, ihr eigenes Label zu gründen. Sie nannte es TeenyTini (englisch für: klitzeklein).  

Vor einigen Jahren zog es Julia Lange wieder nach Deutschland, das wiedervereinte und boomende Berlin zog sie an. Als sie eines Tages durch Charlottenburg schlenderte, bekam sie ein vertrautes und heimisches Gefühl und spielte mit dem Gedanken, Werkstatt und Verkaufsladen ebendort zu eröffnen. „Nach dieser Idee kam der Laden dann zu mir“, lächelt die Neu-Berlinerin. In der Windscheidstraße 15 ist nun ihre Produktionsstätte. Hier steht auch ihre alte Strickmaschine, die sie trotz stark eingeschränkter Sehkraft aufgrund eines Augenleidens meisterhaft beherrscht. Die am Reißbrett entworfenen Wesen werden mithilfe zweier Mitarbeiterinnen gestrickt, gestopft und genäht. Von dort aus wird auch der Großhandelsversand organisiert.

Verkaufsläden mit Produkten von TeenyTini gibt es nämlich inzwischen weltweit – von Frankreich, Italien, Belgien und Dänemark über Japan, Russland und USA bis hin ins entlegene Australien. Die Kuschelwesen erfreuen sich einer immer größer werdenden Beliebtheit. Fantasie, Kreativität und ganz viel Liebe zum Detail sind dafür der Garant.

                                                                                                                                                 VH                                                                                                                                                                                                                                                                                                       

 

 

Inhaberin Julia Lange (Mitte) zwischen ihren Mitarbeiterinnen Elisa Koll und Marie Werner